Top 10 Sehenswürdigkeiten auf Bohol

Bohol Sehenswürdigkeit: Koboldmakis bzw. Tarsier

Bohol ist eine philippinische Provinz in der südlichen Region von Visayas. Neben der gleichnamige Hauptinsel gehören weitere 61 kleinere Eilande zu diesem hinreißenden Archipel. Berühmt ist Bohol vor allem für seine außergewöhnliche Naturlandschaft, einzigartige Tierwelt, traumhafte Strände und erstklassige Tauchreviere. Zu den absoluten Highlights auf Bohol gehören die runden Hügel Chocolate Hills und die niedlichen kleinen Koboldmakis mit überdimensionalen Augen. Neben weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Loboc-Fluss im tropischen Dschungel, historische Heiligtümer Baclayon Stone Church und Sta. Monica Church sowie die Hinagdanan-Höhle für Natur- und Kulturliebhaber, ziehen die kilometerlange Strände und die artenreichen Korallenriffen, vor allem auf Bohols Nebeninseln wie Panglao Island, Balicasag Island und Pamilacan Island, Sonnenanbeter und Schwimmer sowie Schnorchler und Taucher aus der ganzen Welt magisch an.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Bohol vorstellen. Weitere Reiseinformationen finden Sie in unserem Artikel "Reisen und Urlaub auf Bohol". Unsere Angebote für Reisen und Urlaub auf Bohol finden Sie am Ende dieses Artikels.

 

Schokoladenhügel (Chocolate Hills)

Im Zentrum der Insel Bohol, nahe der Ortschaft Carmen, verteilen sich auf einem über 50 km² großen Plateau 1776 majestätische, grasbewachsene, durchschnittlich 30 bis 50 Meter hohen Schokoladenhügel, die Chocolate Hills. Ihr Name verdanken sie ihrer Farbe in der trockenen Jahreszeit. Der Grasbewuchs verfärbt sich gegen Ende der Trockenzeit zu jenem Schokoladenbraun.

Die einzigartige Landschaft der Chocolate Hills entstanden im Laufe der Zeit vermutlich durch eine Anhebung von Korallenablagerungen und die Einwirkung von Regenwasser und Erosion. Andere Theorie besagt, dass es sich bei den Hügeln um unterseeische Vulkankegel handelt, die durch jahrtausendelange Meeresströmungen ihre jetzige runde Form erhielten. Da alle diese Vermutungen wissenschaftlich jedoch nicht belegt sind, glauben die Einheimisch nach wie vor, dass die Schokoladenhügel versteinerte Tränen des Riesen Argo sein sollten. Der Legende nach hat sich der Riese Argo leidenschaftlich in Aluya, die Tochter eines Eingeborenenhäuptlings, verliebt. Als die schöne Aloya starb, weinte der Riese mit gebrochenen Herzen so bitterlich, dass seine Tränen auf dem Boden ewig versteinert sind.

Die Schokoladenhügel sind sicherlich eine der am meisten gepriesenen Sehenswürdigkeiten Bohols. Es gibt zwei Orten, wo diese eigentümliche Schokoladenhügel bestens besichtigen kann. Der eine liegt in Sagbayan am Westrand, und der andere in der Stadt Carmen. Die meisten Touristen besuchen die große Aussichtsanlage „Chocolate Hills Main Viewpoint“, 4 km südlich von Carmen. Auf einer der mehreren Plattformen mit 214 Stufen kann die größte Ansammlung von Schokoladenhügeln besichtigt werden. Die Straße zum Inselmittelpunkt Carmen und zur Aussichtsanlage ist recht gut ausgebaut. Touristisch etwas weniger überlaufen sind die Chocolate Hills nordöstlich von Sagbayan. Der „Sagbayan View Point“ ist 18 km nordwestlich von Carmen entfernt.

Chocolate Hills bei Carmen auf Bohol

Chocolate Hills bei Carmen auf Bohol

Chocolate Hills bei Carmen auf Bohol

 

Koboldmakis in Philippine Tarsier Sanctuary

Neben Chocolate Hills sind die Koboldmakis wohl das bekannteste Wahrzeichen von Bohol und gehören somit zu den Bohols Top-Sehenswürdigkeiten. Diese nachtaktive und baumbewohnende Kleintiere, auch Tarsiere genannt, ziehen bei Besucher auf Bohol viel Aufmerksamkeit auf sich. Sie sind gerade mal so groß wie eine Handfläche, haben jedoch auffallend riesige Augen, die im Verhältnis zu ihrem Körper etwa 150-mal größer als die des Menschen. Das ermöglicht ihnen eine gute Sicht im Dunkeln, denn die kleinen Primaten sind nachtaktiv und fangen nach Sonnenuntergang Insekten, Amphibien, kleine Vögel und Reptilien. In freier Wildbahn lassen sich die nachtaktiven Koboldmakis nur selten beobachten. Im Tarsier-Besucherzentrum, Philippine Tarsier Santctury, etwa 14 km nordöstlich von Tagbilaran, auf halben Weg zwischen Corella und Sikatuna, können Besucher die knuddeligen Primaten ausgiebig in Augenschein nehmen. Auf dem weitläufigen Gelände führen geschulte Guides Besucher durch lichten Sekundärwald, wo etwa ein Dutzend der Koboldmakis leben. Im Tarsier-Besucherzentrum gibt es Schautafeln, die Wissenswertes über den Tarsiere vermitteln, eine Zuchtstation (für Besucher leider nicht zugänglich) sowie Fotos. Auf einem Foto wird gezeigt, dass die frühere First Lady Amelita Ramos 1997 Prinz Charles einen Koboldmaki überreichte. Um das Tarsier-Besucherzentrum erstreckt sich die Tarsier Conservation Area, also ein 134 ha großes Schutzgebiet. Die Philippinen-Koboldmakis gehören zu den bedrohten Tierarten. Zu den Hauptbedrohungen zählen die Lebensraumzerstörung, die Bejagung und der Tierhandel.

Tarsier bzw. Koboldmakis auf Bohol

Bild in Philippine Tarsier Sanctuary

Prinz Charles in Philippine Tarsier Sanctuary

 

Bootsfahrt auf dem Loboc-Fluss

Der Loboc-Fluss zählt ebenfalls zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Bohols. Eine Flussfahrt auf dem Loboc River gehört neben einem Besuch bei den Chocolate Hills zu den meistgebuchten Aktivitäten für unvergessliche Naturerlebnisse auf Bohol. Der Fluss Loboc liegt etwa 20 Kilometer östlich von Bohols Hauptstadt Tagbilaran City und verfügt über ausgedehnte tropische Vegetation wie Kokos- und Nipapalmen sowie Bananen-Haine an beiden Ufern. Besucher, die auf der Rundfahrt durch die Chocolate Hills unterwegs sind, sollten in Loboc unbedingt eine Mittagspause einlegen. An der Loay Brücke legen Schwimmende Restaurants ab, die zu einem stilvollen Mittagessen auf dem Loboc River einladen. Man fährt auf dem Schwimmenden Restaurant flussaufwärts bis zu den kleinen Busay Wasserfällen. Bei einem Stopp auf der Rückfahrt kann man Volksmusik und -tanz der Einheimische erleben. Wer Lust hat, kann auch mittanzen. Die Bootsfahrt auf dem idyllischen Loboc-Fluss dauert knapp 1 Stunde. In der Nähe des Loboc-Flusses befindet sich in der Gemeinde Loboc die in 1602 durch den Orden der Jesuiten erbaute und somit Bohols zweitälteste Kirche San Pedro Apostol. Sie steht seit 2006 auf der Vorschlagsliste der Philippinen zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste und wurde allerdings bei einem Erdbeben am 15. Oktober 2013 weitgehend zerstört.

Loboc-Fluss auf Bohol

 

Baclayon Stone Church

Die Kirche Baclayon Stone Church, auch Immaculate Conception Church, steht in der Stadt Baclayon direkt am Meer an der Südküste Bohols. Baclayon wurde von den Jesuitenpatern Juan de Torres und Gabriel Sánchez 1596 gegründet und ist somit die älteste christliche Siedlung in Bohol. Die Baclayon Stone Church war die am besten erhaltene Jesuitenkirsche der Region bevor sie bei dem Erdbeben von 2013 schwer beschädigt wurde. Die Kirsche bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen bis sie restauriert wird (Stand: Juli 2016). Der imposante Bau aus Korallenstein, mit seinem schönen Säulengewölbe, wurde im Jahr 1727 vollendet und beherbergt auch einen Kerker, in dem die katholische Kirche frührer Gesetzesbrecher bestrafte. Neben dem prächtigen Kirchenraum gibt es im angrenzenden Museum, das selbst nach dem Erdbeben immer noch für Besucher geöffnet bleibt, eine Sammlung antiker christlicher Artefakte und Reliquien zu besichtigen.

 

Sta. Monica Church

Die Sta. Monica Kirche in Alburquerque, auch Alburquerque Church genannt, befindet sich im Süden Bohols und wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Auffallend sind ihr prächtiger Glockenturm und der imposante Gewölbegang, der die Kirche mit dem Kloster verbindet. Die Sta. Monica Kirche überlebte das Erdbeben von 2013 mit nur minimalen Schaden und ist eine der wenigen intakten Kirchen, die heute für Besucher zugänglich  bleiben. Man bewundert in der Halle der Sta. Monica Kirche imposante Innendekoration mit kunstvoller Holzschnitzerei und Deckenmalerei.

Sta. Monica Church auf Bohol

imposante Innendekoration der Sta. Monica Church auf Bohol

kunstvolle Holzschnitzerei in der Halle der Sta. Monica Church auf Bohol

Holzschnitzerei in der Sta. Monica Kirche

 

Blood Compact Monument

Nur etwa drei Kilometer östlich von Taglibaran City liegt das Blood Compact Monument, das an den Friedensvertrag vom 16. März 1565 erinnert. Am jenen Tag hat der spanische Eroberer Miguel Lopez de Legazpi und den philippinischen Stammshäuptling Rajah Sikatuna hier ihre Blutsbrüderschaft besiegelten, indem sie ihre Haut aufritzten und ihr Blut in einem Becher Wein mischten und dann gemeinsam tranken. Somit begann hier die Kolonisierung der Philippinen durch Spanien. Von Bohol aus nahm Legazpi die Insel Cebu und später Manila für die spanische Krone in Besitz.

Bohols Sehenswürdigkeit: Blood Compact Monument

 

Bohols Bienenfarm

Auf einer Klipp in Dauis auf der Panglao-Insel, 7 km östlich vom Alona Beach, liegt die ungewöhnliche Bohols Bienenfarm, ein einzigartiger Ort um sich körperlich, geistig und seelisch ins Gleichgewicht zu bringen. Angefangen hat die Umweltaktivistin Vicky Wallace vor 15 Jahren mit einem kleinen Gemüsegarten auf Panglao, wo sie Bio-Gemüse anzubauen. Daraus entwickelte sich schnell ein Cafe, später ein komplexer Betrieb mit einem Restaurant, netten Unterkünften, einem Pool und einer Terrassen für Schwimming und Sonnenbaden, dem besten Geschenkladen auf Bohol und einer Biofarm. Umgeben von tropischen Pflanzen, einem hübschen Garten und zahlreichen Bienenstöcken, bietet die Bohol Bee Farm seinen Gästen ein wunderschönes Resort für Entspannung, Wellness, gesundes Essen und Zimmer mit einer fantastischen Aussicht auf das Meer. Hängematten zwischen den Bäumen und Liegestühle am Pool laden zu relaxe ein. Im Restaurant verwöhnt man die Gäste unter anderen mit frischem Bio-Gemüse aus eigenem Anbau und leckeren Salaten, die mit essbaren Blumen dekoriert sind. Im Open Air Spa werden von erfahrenen Therapeuten Körpermassagen und spirituelle Heilmethoden angeboten. Die Bohols Bienenfarm möchte seinen Gästen Wege aufzeigen, wie man im Einklang mit der Natur gesunde Waren produzieren kann, nicht nur die Umwelt schonen, sondern letzten Endes auch dem Menschen zugute kommen.

Die Bohol Bee Farm auf Panglao Island bei Bohol

Die Bohols Bienenfarm auf Panglao Island bei Bohol (Foto: Bohol Bee Fee)

Bohols Bienenfarm auf Panglao Island

Herrlicher Blick aufs Meer und ... (Foto: Bohol Bee Farm)

Bohols Bienenfarm auf Panglao Island

... und leckeres, vor allem gesundes Essen (Foto: Bohol Bee Farm)

 

Hinagdanan-Höhle

In der Provinz Bohol gibt es mehr als 1400 Höhlen. Davon ist die Hinagdanan-Höhle an der Nordküste bei Bingang auf Panglao Island wohl eine der berühmtesten. Die Hinagdanan-Höhle ist eine natürlich beleuchtete Höhle mit tiefer Lagune und großartigen Stalaktit- und Stalagmit-Bildungen, echt ein unterirdisches Meisterwerk der Natur. Der mächtige Höhlenraum aus Kalkstein wird von zwei Eingänge und natürlichen Deckenlöchern beleuchtet. Um in die Höhle zu kommen, geht es über ein paar steile Treppenstufen nach unten. In der Hinagdanan-Höhle kann man nicht nur unzählige formschöne Tropfsteine und skurrile Felsformationen bewundern sondern auch in einem von Quellen gespeisten unterirdischen See ein erfrischendes Bad nehmen.

 

Alona Beach

Mit seinem puderfeinen, weißen Sand gilt der Alona Beach als der schönste Strand auf Bohol, genau genommen an der Südwestküste der vorgelagerten Insel Panglao Island. Resorts und Tauchbasen, Restaurants und Souvenir Shops säumen den eineinhalb Kilometer langen traumhaften Sandstrand. Der Alona Beach zählt zu den meist entwickelten Stränden in den Visayas und gilt als eine der Top-Destinationen der Philippinen. Beach Resorts unterschiedlicher Kategorien stehen im Schatten von Kokospalmen und verwöhnen ihre Gäste mit abwechslungsreichen Gerichten sowie wohltuenden Wellness und Spa-Behandlungen. Am Strand gibt es verschiedene Restaurants, Bars und Massagesalons. Tauchschulen bieten Kurse an und vermieten Ausrüstungen. Alona Beach ist also für alle, die das bunte Treiben im Meer in Strandnähe beobachten möchten, ein wahres Eldorado. Mit einfachem Schnorchel-Equipment ausgerüstet, lässt sich das nahe gelegene Riff hervorragend in Augenschein nehmen. Wer es etwas abenteuerlicher mag, der mietet sich einfach ein Boot und fährt zu den tiefer gelegene Riffen der angrenzenden Inseln. Panglao Island ist über 2 Brücken mit der Hauptinsel Bohol verbunden. Und der Alona Beach ist nur 15 km von Tagbilaran City entfernt und daher einfach zu erreichen.

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

Alona Beach auf Panglao Island bei Bohol

 

Schokoladenhügel Abenteuer Park (Chocolate Hills Adventure Park)

Chocolate Hills Adventure Park (CHAP) ist ein Öko-Tourismus-Abenteuerpark auf Bohol, südwestlich vom Schokoladenhügel in Carmen und etwa 75 Minuten Fahrt von der Stadt Tagbilaran. Der Schokoladenhügel Abenteuer Park bietet über 20 spannende Abenteuer-Aktivitäten für Erwachsene und Kinder. Das spektakulärste Erlebnis ist wohl die Bike Zipline, wobei man mit einem Fahrrad auf einem Trapezdraht fährt.

20 km nördlich von Carmen gibt es in Danao ein weiteres Abenteuer Park Eco/Extreme/Educational Adventure Tour Danao (EAT Danao). Man kann auch hier jede Menge Abenteueraktivitäten erleben. Der 500 m lange „Suislide“ ist eine Hauptattraktion. Man saust an einem Seil über die 200 m unter einem liegende Schlucht.

Bike Zip im Chocolate Hills Adventure Park

Bike Zip (Foto: Chocolate Hills Adventure Park )